Kzl. I Ulrich Kampe legt Kranz zum Gedächtnis an die Kriegstoten nieder

Volkstrauertag Bild vergrößern (© Olaf Rieck)

Am 19. November veranstalteten die beiden deutschen Gemeinden St. Andreas und St. Barbara anlässlich des Volkstrauertages eine Friedensandacht in der St. Andreas-Gemeinde in Valletta. Im Ansschluss legte der Kanzler der Deutschen Botschaft Valletta, Ulrich Kampe, im Beisein von Pfarrer Ulrich von der Andreasgemeinde und Pastor Stephan Meyer-Schürg aus Delmenhorst auf dem Soldatenfriedhof in Kalkara einen Kranz nieder und gedachte damit der Kriegstoten des 20. Jahrhunderts.

    

Kranz der Botschaft Valletta Bild vergrößern (© Olaf Rieck)

Die Ansprache von Kzl. Kampe im Wortlaut :

Lieber Pfarrer Ulrich, lieber Father John, liebe Mitglieder der Andreas- und der St. Barbara-Gemeinden

Am Volkstrauertag gedenken wir der Kriegstoten des 20. Jahrhunderts, v.a. des Ersten und des Zweiten Weltkriegs, aber auch der Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

Die Jahre 2016 und 2017 standen stärker als zuvor unter dem Zeichen von Krieg, Flucht und Vertreibung, von Terror und Mord und von beginnenden politischen Umwälzungen, deren Verlauf und Folgen nicht abzuschätzen sind.

Seit nunmehr 72 Jahren leben wir in Deutschland in Frieden, Wohlstand und sozialer Sicherheit. Aus diesem Grunde haben wir Deutsche eine besondere Verantwortung, uns zu engagieren, Konfliktherde einzudämmen und denen, die aus Kriegen fliehen, zu helfen.

Die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen in den letzten Jahren ist sicher auch diesem Grund geschuldet. Hierbei zeigte sich die Bundesregierung sehr großzügig, da sie den weitaus höchsten Anteil der Menschen in größter Not aufnahm. Ein vorrangiges Ziel für die nächsten Jahre muss sein, die Kriegshandlungen und die damit verbundene Vertreibung und Flucht zu unterbinden und die Lebensumstände der Menschen in ihren Herkunftsländern zu verbessern.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat seine Arbeit unter den Leitsatz der Einhaltung der Würde des Menschen über den Tod hinaus gestellt. Seit fast 100 Jahren sorgt er dafür, dass  Kriegstote ein würdiges Grab erhalten.

Heute gedenken wir mit dem Volkstrauertag der vielen Menschen, die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wurden.  

Das Thema ist immer noch hoch aktuell, wie die Krisengebiete in vielen Regionen der Welt zeigen. Deshalb ist der heutige Tag von großer Bedeutung und wichtiger denn je, weil er sich für die Menschenwürde auch nach dem Tode einsetzt.

Vielen Dank.